Prinz Pi – Glück
Wir meinten immer nur einander wenn wir Glück sagten
Aus dem Album „Kompass ohne Norden“
Wir meinten immer nur einander wenn wir Glück sagten
Aus dem Album „Kompass ohne Norden“
Ich nervte Menschen in Bussen, aß Gyrossuppe zum Frühstück und ging zur Schule. In anderer Reihenfolge.
Arbeitsloser Ghetto-Mensch wird Pfleger und Begleiter eines querschnittsgelähmten Millionär und beide zeigen sich ihre Seiten und Ansichten vom Leben.
„Du weißt doch gar nicht wo er herkommt und was er vorhat. Solche Menschen kennen kein Mitleid.“ „Genau das ist es: kein Mitleid.“
Sah ich vor ein paar Wochen, hat eine sehr schöne Geschichte und kombiniert meine Lieblingsgenres Buddy- und Roadmovie in einer 70/30-Kombination.
Hätte ich geahnt, wie stressig – aber auch super – dieses alleine wohnen ist, hätte ich mir das nochmal überlegt und wäre eventuell in eine WG gezogen.
Erstmal dieser ganze Wohnungsfindungsquatsch. Man sucht Wohnungen, guckt sich welche an, möchte aus manchen am liebsten sofort wieder raussprinten, findet die nächste Ideal wenn die gegenüberliegenden Wohnungen nicht gefühlte zwei Meter vorm eigenen Fenster anfangen und hat bei der dritten das Gefühl, dass das Haus gleich einstürzt. Irgendwann dann, nach fünf, sechs, zwanzig Besichtigungen hat man die womöglich ideale Wohnung gefunden. Denkt man zumindestens am Anfang.
Hat man erstmal den Umzug organisiert und sich etwas eingelebt, lernt man mit der Zeit die Nachbarn kennen. Hundegejaule von nebenan, feststellen, wie schlecht die Eingangstür den Schall – und die Kälte – von außen dämmt, sich vom „Hausmeister“ das Wohnzimmer fluten lassen, weil der auch nicht wusste, dass man die Gas-Therme im Badezimmer ans Wassernetz anschließen kann um sie zu befüllen und schließlich noch geeignete Klempner finden, die eine Rohrverstopfung beseitigen.
Dann noch der ganze Vertrags- und Versicherungskram: DSL bestellen, Telefon einrichten, Stromanbieter raussuchen, Gas-Anbieter vergleichen, Hausratsversicherung abschließen, Daueraufträge an den Vermieter einrichten. Ist alles eigentlich 30 Minuten je Aufgabe zu erledigen, nervt aber gewaltig.
Und schließlich muss man ja auch immer noch einkaufen. Milch, Brot, Fleisch, Soßen, Gewürze, Gemüse, Obst, Bier, Brotaufstrich und Brotbelag.
Nicht zu vergessen sei das saubermachen: aufräumen, saugen, wischen, Wäsche waschen, Wäsche aufhängen, Geschirrspülen (lassen), Bad putzen, Wäsche zusammenlegen.
Aber: es ist die eigene Wohnung. Man kann nackt herumlaufen, wenn man das möchte, Bierflaschen tagelang stehen lassen, Handtücher über dem Boden verstreuen, laut rülpsen und furzen, PS3 spielen wenn es einem passt. Also eigentlich doch total toll.
Na?
Der Morten hat da was gefunden, das mal eben den gesamten 2011-er Popmusik-Quatsch durch die Mangel nimmt und dabei zu Tage führt, dass alles wirklich aus einer einzigen Quellen zu stammen scheint. Und das kann ich euch jetzt nicht vorenthalten.
(Ach, kennt ihr schon Ich und das iPhone? Nein?)